tour through mumbai

So, nachdem wir ca. bis halb acht geschlafen haben (wir sind zwar beide etwas geschlaucht, haben die fuenf einhalb stunden zeitverschiebung aber gut gesteckt, start in den ersten Indien-Tag.

Zu Beginn riefen wir gleich nochmal in der Rezeption an, um Tea zu bestellen und entgegen fuenf Uhr in der Nacht bekamen wir diesen auch endlich. - der Tee war zwar total bitter, aber das erste Trinken war dennoch eine Wohltat. Wobei, um Max zu zitieren: "schwarzer Tee + Zaehneputzen kann nichts!"

Nach ein bisschen abhaengen machten wir uns so gegen 10 auf, um Vishals Kollegen in ihrem Offize zu besuchen. Und wirklich, zweimal nachfragen (und einmal zwischendurch Geldabheben  - sogar hier wird man in Indien wie am Flughafen gefilzt!) haben wir deren Buero sofort gefunden. Ab gings dann mit dem Lift (natuerlich mit Liftboy) in den zehnten Stock, wo wir echt herzlich empfangen wurden! Wir waren DIE Sensation dort, als die "Weissen" (vielleicht auch Weisen ) aus Europa.

Nach Buerofuehrung und einer echt super Spende von Swapnil (einer der Kollegen von Vishal), der uns insgesamt 4 Wasserflaschen besorgte, wobei eine innerhalt von 2 Minuten wieder leer war, gings weiter zu Fuss quer durch Bombay. Vorbei am Parlament, wo lauter Poliyisten mit echt scharfen Maschinenpistolen standen, einfach immer der Nase nach. Minuetlich wirst du hier von bettelnden Kindern, Schuh- oder Ohrenputzern angesquatscht.... Es war interessant, einfach ein bisschen die Stimmung einzufangen.

So ein Scheiss
Tja, und ich hab natuerlich mal wieder alle neune getroffen, als wir uns kurz unter einem schoenen Baum hinsetzten und flatsch von oben, genau auf meinen Kopf ein Raabe sein Geschaeft verrichtete. Naja, was solls, von solchen Kleinigkeiten wollen wir uns doch nicht abhalten lassen.

Weiter gings auf alle Faelle durch einen Bahnhof - Leute ich sag euch die ueberfuellten Zuege, aus denen die Leute rausspringen bevor sie schon stehen und die ueberhaupt keine Tueren haben, das kann man sich nicht vorstellen.

Danach gings weiter auf der Suche nach dem Gateway of India, dem Tor Indiens, welches das Wahrzeichen der Stadt ist. Allerdings konnten wir es nach ueber zwei Stunden Fussmarsch gar nicht wirklich geniessen, denn sofort wurden wir wieder angequatscht und sollten doch gleich eine Bootsfahrt nach Elefanta-Island machen - oder eine Tour durch Bombay zu einem Jaintempel, einer Waescherei, einer Schule... fuer nur 850 Ruppien mit AC (also Klimaanlage im Auto). Gut, ein bisschen gehandelt haben wir auch, und ausserdem wars wirklich eine nette Gelegenheit, Bombay kennen yu lernen und so gings los mit unserre Tour durch Bombay fuer 750 Ruppien pro Person, wobei dies viel zu teuer war! Sind ca. 12 euro pro Person, aber fuer fast 4 Stunden Besichtigungstrip mit privaten Chauffeur wars dann eh ok.

Rundfahrt durch Bombay
Wieder gings abenteuerlich durch den indischen Strassenverkehr und der Fahrer lies und wirklich interessante Infos zukommen. Er lebt beispielsweise fuer eine Miete von 600 Ruppien in einer Huette, die grossteils aus Planen bestehen duerfte mit insgesamt fuenf Personen. Strom haben sie sich sogar geleistet, Wasser gibts keines. Hier hat niemand sein eigenes Zimmer, alle leben auf engsten Raum zusammen.

Erste Station unserer Bombay Rundreise war der "Waschmarkt" wo unzaehlige Inder ihre Wasche mit start chemischen Mitteln wuschen. Habe hier glaub ich ein paar sehr interessante Aufnahmen gemacht

Nebenan sassen die Zweitklaesser im Hindiunterricht - nur ein Eisengitter trennte sie von der Arbeit der Waescher - und lernten Artig. Weitere Stationen war ein Jaintempel, die Uferpromenade (an der wir eh wohnten ) und die "haengenden Gaerten", ein gruener Park inmitten der riesigen Stadt, der aber nachts vor allem wieder den unzaehligen Obdachlosen dient. Uebrigens: 16 Mio Einwohner sind bei Bombay nur eine offizielle Zahl. Unser Fahrer erzaehlte uns, dass hier sichelrich 25 Mio Einwohner wohnen, weil unzahlige Inder gar nicht gemeldet sind.

Spaeter besuchten wir noch das Gandhi Haus und den beruehmten VST Bahnhof, der unter engl. Herrschaft errichtet wurde und wirklich beeindruckend aussieht.

Nach Abschluss der wirklich interessanten und ausfuehrlichen Tour gings dann endlich zum Gateway of India, oder vielleicht sollten wir sagen "Gayway" - denn soviele haendchen haltende Maenner wie dort hat die Welt noch nicht gesehen. Und ueberall waren wieder die ganzen Verkaufer, die einem nicht mal fuenf Minuten Zeit goennten, um abzuschalten. Zwischendurch gabs noch einen Selbstmordversuch, einer war ins Wasser gesprungen, wurde aber noch gerettet und dann mit der Polizei (die man hier uebrigens nur sehr selten sieht) abtransportiert.

Nach einem Fussmarschversuch - zum Hotel warens sicher noch eine dreiviertel Stunde Fussmarsch - entschieden wir uns doch fuers Taxi um 65 Ruppien (knapp ueber einen Euro).

Das erste indische Essen
Am Abend haben wir dann das erste Mal in Indien gespeist (Mittag und Fruehstueck waren ausgefallen) und zwar in einem echt super Lokal. Dort gabs Gujarati Thali - eine indische spezialitaet. Wir waren auf alle Faelle Sensation nr. 1 in dem Lokal - alle haben uns angestarrt, nachdem wir auch nicht so recht wussten, wie man das isst. Aber es war sehr gut, nur zuviel und nicht nur dass es scharf war. Max freute sich dann heute morgen ueber einen saftigen Durchfall - aber mittlerweile gehts ihm wieder ganz gut.

Nach einer sehr schlafreichen nacht, haben wir dann heute morgen in einem Strassencafe ein echt leckeres Fruehstueck genossen (toast) und einen echt faulen Tag gehabt.

"zittern vor der Zugfahrt"

Mittlerweile haben wir ausgecheckt, unsere riesigen Rucksaecke gepackt und warten, dass es um 20.30 losgeht - mit dem Zug richtung Akola. Viel schlafen werden wir wohl nicht.

Aber mehr davon beim naechsten Blog.
Fuer heute mal viele Gruesse ans doch so ferne Europa!

10.3.07 12:29

bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Martin (12.3.07 09:37)
Seawas Jacob!

Ihr lebt noch!
Das ist eine gute Nachricht!
Na duat gehts jo wirklich zua. Is sehr interessant wie du das schreibst. musst ma unbedingt ein paar fotos dann zeigen.
na dan passts noch auf in indien!

Lg Martin


Ployli (13.3.07 14:52)
da ihr ja soviel erlebt in indien, erzähl ich euch auch etwas...denn ich hab mich in lebensgefahr begeben (oder besser gesagt meine zehe)...
es war ein toller sonntag vormittag, die sonne scheinte...die ployli mit obercoller sonnenbrille relaxt mit ihrem pferd nach dem springtraining....mein liebes pferderl hat sich gesonnt und ich natürlich auch..doch dann wurde die idylle getrübt...die mooni musste in die box(jemand anders wollte reiten, da hätten wir gestört)..also wollte ich sie hineinführen...da ich aber sehr tolpatschig bin und meine pferderl auch..hatte ich eine kleine unterhaltung mit dem hufeisen meiner lieben dame...3 stunden später und einige jammerein mehr, eröffnete mir meine kleine zehe, dass sie total blau ist...;o)sie macht auch der großen zehe konkurrenz, von den farben kaum zu sprechen!Mich wundert es ja wieviel farbtöne haut annehmen kann...;o)..
tja nun bin ich um eine gebrochene zehe reicher...
die Moral von der geschicht: passt auf elefanten auf, denn wenn die euch auf die füße steigen, dann könnte das schlimm ausgehen...

wie war /ist die hochzeit....
ohne alkohol?!?!?


Mulder (15.3.07 10:54)
seas,

hört si jo ganz abenteuerlich an

ajo und vü glück für die kupplerbörse jacob ;O) und max - brich da kan haxn wennst vom elefant fliagst!

grüße aus österreich,
mulder


günther (16.3.07 09:07)
Hallo Jacob!
Wünsche dir vorerst schönen Aufenthalt, tolle Eindrücke und schöne Erlebnisse.
Neuigkeiten aus der FF Lu:
Neues Kommando hat sich gefunden
Kdt.. Ewald
Stellvertr.: Bernd
Zugskdt:Klaus und Markus(auch wieder Gerätemeister)
ATS-Wart: Christian Maszl. alle and. Funktion bleiben vorerst. Bleib gsund, schöne Grüsse aus Lutzmannsburg und laß dir nicht auf den Schädl schei...


Rudi (21.3.07 20:50)
Hallo ihr beiden,
hoffe, es geht euch gut, denke viel an euch. Habt ihr schon indischen Kaffee mit echten Maiskuchen geschmaust - vergesst nicht auf die Rechnung für mich!
Hier ist es derzeit etwas kalt geworden (etwa 3 Grad C), doch bei euch wird das wohl ganz anders sein.
Und noch eine Frage: Wie gefallen die indischen Bräute, wär' da vielleicht was dabei für euch?
Ich freue mich schon auf eure persönlichen Eindrücke irgendwann bald! Take care, Rudi

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